

„W.O.L.k.E.“ Wohngemeinschaft ein Ort zum Leben für körperbehinderte Erwachsene
Von Beginn an arbeitete Matthias Zschocke, Gründer der Mobilen Behindertenhilfe, mit unablässiger Hingabe an dem Ziel, ein Wohnmodell mit weitgehender Selbständigkeit für körperbehinderte Menschen zu schaffen. eine Wohngemeinschaft in einem normalen Wohnviertel in rollstuhlgerechtem Wohnraum schwebte ihm vor, die Pflege sollte größtenteils durch Zivis geleistet werden.
Junge, körperbehinderte Leute, fehlplatziert im Altenpflegeheim, hatte er genug gesehen, jetzt mußte endlich eine Lösung her. Leider konnte Matthias die Früchte seiner Arbeit nicht mehr sehen, viel zu früh ging er 1994 von uns.
So blie es Peter Fiebig vorbehalten, die Planungen für die erste Wolke in die Tat umzusetzen und erste Schritte zu gehen. Für alle Beteiligten bedeutete die Eröffnung der ersten Wolke natürlich einen Sprung ins kalte Wasser. Würde dei pflegerische Betreuung so abgesichert sein wie im Heim....
Von heute auf morgen mußten sich die Bewohner für einen Umzug in eine ungewisse Zukunft entscheiden. Der unbedingte Wille zum selbst bestimmten Leben war jedoch stärker als alle Ängste.
So zogen am 15.juni.1994 vier junge Rollstuhlfahrer in die legendäre WOLKE4 ein.
Inzwischen haben sich die Wolken bewährt, sind sachsenweit in einschlägigen Kreisen bekannt. Sie sind für die einen Zwischenstation auf dem Weg zur völligen Selbständigkeit im eigenen Wohnumfeld, für die anderen dauerhaft Herberge als bessere Alternative zum Heim.
Insgesamt 27 Bewohner lebten seit 1994 in den vier Wolken. Unzählige Zivis taten hier einen wertvollen Dienst und lernten im Gegenzug viel für ihr Leben.
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