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Stadtmission Chemnitz e.V.

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Archiv 2007

Reudnitz
März 2007

Heringsdorf

27.04. - 04.05.2007

Höfgen / Paddeltour

21.06. - 23.06.2007

Laage

2007

Sils / Schweiz

31.08. - 09.09.2007

Freizeitenarchiv2007

Reudnitz 2007

Link nach Reudnitz

Sportseminar in Reudnitz. Deutschlandradio Kultur war dabei.

Hier der Beitrag zum Anhören (als MP3-Datei - 5.51MB - 6 min)

Heringsdorf 2007

Link zur Unterkunft "Haus Meeresfrieden"

Vom 27. April bis 04. Mai 2007 verbrachten wir eine schöne und erholsame Urlaubswoche auf der Insel Usedom. Diese Freizeit führten wir gemeinsam mit der Werkstatt für behinderte Menschen der Stadtmission Chemnitz Burgstädt – Herrenhaide durch. Das Wetter war freundlich zu uns, so dass wir bei zahlreichen Unternehmungen und Ausflügen das herrliche Ostseeklima genießen konnten. Gemeinsam erfuhren wir Erstaunliches in der Phänomenta, wagten uns über hohe Hindernisse im Kletterwald und spazierten am Strand entlang. Dabei sammelten wir viele Muscheln und Steine; sogar eine Krabbe war dabei. Diese erlebnisreiche Zeit wird allen noch lange im Gedächtnis bleiben.

Anne Escher

Hie sind ein paar Bilder:

Die Paddeltour 2007

Wir von der Mobilen Behindertenhilfe waren vom 21.06. bis 23.06.2007 in Höfgen, um eine Paddeltour zu machen. Die Wartezeit verging wie im Fluge und dann kam der große Tag.
Wir waren 21 Leute plus 3 Betreuer. Schon wo wir in dem Freizeit- und Pfadfinderheim angekommen sind, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Wir haben erst mal die Zimmer bezogen und die Sachen ausgepackt und konnten es kaum erwarten, an die Mulde zu kommen. Ein Spaziergang war auch geplant, wo alle mitgegangen sind, um sich die Gegend noch gut einzuprägen.
Das Essen war sehr gut, wir haben uns selbst versorgt und gegrillt.
Am Freitag, dem 22.06.07, haben wir nach dem Frühstück unsere Sachen und Wechselsachen in wasserdichte Rucksäcke gepackt und sind dann mit dem Auto nach Leisnig gefahren. Dort warteten wir auf die Boote. Die Anspannung war kaum noch zu ertragen. Wir luden die 2 Boote von dem Hänger, brachten sie ans Ufer, luden die Paddel aus und zogen unsere Schwimmwesten an. Herr Heiber von Wassersport & Individualtouristik Grimma (www.wassersport-sachsen.de) gab uns noch eine kurze Einweisung, dann konnte es losgehen. Das Boot von mir war das erste, dass auf der Mulde war. Später stieß auch das zweite Boot dazu. So fuhren wir los und das Wetter war auch sehr gut. Uns hat es sehr gefallen und wir würden es jedem empfehlen. Am späten Nachmittag machten wir nach der Hälfte der Strecke Pause und ließen uns das Essen schmecken. Nach einer halben Stunde ging es weiter und wir wollten ein bisschen mehr Spaß auf dem Wasser haben und hatten uns sehr nah an das zweite Boot gepaddelt und alles lachte, was uns auf dem Wasser einfiel. Wir hatten uns nassgespritzt und brachten die Boote fast zum Kentern. Später verlor Y. das Gleichgewicht, wo sie nach einem Paddel, was Thomas verloren hatte, greifen wollte und fiel ins Wasser. Wir zogen sie wieder rein und die Fahrt konnte ohne Verletzungen fortgesetzt werden. Wir hatten auch das Glück, wo wir an der Anlegestelle in Höfgen waren, dass wir die Boote bei dem Fährmann lassen durften. Das Haus vom Fährmann war sehr nah an der Mulde und daher war auch die Gefahr mit dem Hochwasser.
Wir waren natürlich auch in der Mulde baden und sind gleich in die Strömung gekommen, wo man sehr schwer wieder raus kam. Nach dem Baden haben die Betreuer uns zum Eisessen eingeladen. Die Überraschung ist den Betreuern sehr gut gelungen und wir ließen es uns schmecken. Danach habe ich eine Braut im Hochzeitskleid gesehen, wo ich gleich gratuliert habe.
Es gab auch einen kleinen Souvenirstand, wo einige etwas gekauft haben. Dort gab es auch viele Tiere, wie zum Beispiel Schafe, Ziegen und Pferde. Im Haus wieder angekommen, aßen wir zum Abendbrot und danach hatten wir Freizeit.
Am Samstag, dem 23.06.07 hatten wir wieder unsere Sachen gepackt und wir sind dann gleich wieder zum Paddeln gegangen. Diese Strecke ist noch ein bisschen schwieriger geworden. Wir mussten vier Wehre überqueren, die wir auch mit viel Mut und Tapferkeit gemeistert haben. Beim dritten Wehr hatte ich meine Schuhe im Felsen vergessen und musste dann noch 20 Meter zurück schwimmen und dann auf die Brücke laufen und dann nach unten laufen und schon war ich wieder im Boot und ganz nass.
Beim vierten Wehr, dass wir überquert haben, waren es bloß noch ein paar Meter und wir waren in dem kleinen Ort Trebsen angekommen. Wir machten die Boote sauber und dann haben wir die Boote wieder aufgeladen und sind wieder heimgefahren.
Wir hatten viel Spaß und wer es selbst mal erleben möchte, kann ja mal in der Mobi anfragen.

Jens Wendel (August 2007)

Hie sind ein paar Bilder:

Laage 2007

Link zur Unterkunft in Laage

Wir haben uns alle vor der Mobilen Behindertenhilfe getroffen und sind mit drei Bussen nach Laage gefahren. Wir haben oft eine Pause eingelegt. Sind gegen Abend angekommen. Hatten dort 2 und 3 Bett Zimmer zur Verfügung. Am Abend haben wir einen Stuhlkreis gebildet und haben uns einzeln vorgestellt. Jeder hat von der Kreismitte einen Stein genommen und hat ihn bemalt. Jeder hat seinen Stein zum Frühstück an seinen Platz gelegt. Wir hatten auch einen Tischdienst. Jeden tag war jemand anderes dran. Frühsport und Andacht hatten wir auch. Sind in Laage auf dem Flughafen und bei den Düsenjets gewesen. In einer Schmuckmanufaktur waren wir auch. Einen Bauernmarkt haben wir auch besucht. Haben auch eine Schiffsrundfahrt gemacht. In einen Vogelpark sind wir auch gewesen. Eine Kutschfahrt haben wir auch gemacht. Im Münster (Bad Doberan) sind wir auch gewesen. Haben auch ein Schifffahrtsmuseum besichtigt. Sind auch mit der Mollibahn gefahren. Es gab jeden tag viele frische Brötchen und das Mittagessen war auch gut. Wir sind alle zum Abschluss an den Strand gefahren und haben dort gegrillt. Jeder hat noch mal erzählt was ihm gefallen hat. Ein Feuerwerk haben wir auch erlebt. Es war alles große Klasse. Vielen Dank nochmals an Katharina, Henrike, Evelyn und Christian. Es war einfach Spitze

Kerstin Böhm

Hie sind ein paar Bilder:

Sils im Engadin / Schweiz 2007

Am Freitag, dem 31. August, fuhren schon ab 5:00 Uhr morgens 3 Kleinbusse und 2 PKWs der Mobilen Behindertenhilfe durch Chemnitz, Zwickau und Umgebung, um die 25 Teilnehmer, die sich für die Freizeit in Sils / Engadin in der Schweiz angemeldet hatten, abzuholen.
Wie verabredet, trafen wir uns zur ersten Rast am Autohof in Mitterteich. Anschließend ging es in Kolonne weiter über München, Garmisch-Partenkirchen, durch Österreich über den Fernpass bis Imst, entlang des Inns, über Landeck, Serfhaus und bei Samnaun über die Grenze in die Schweiz. Ab hier fuhren wir durch das schöne Engadin, über St. Moritz nach Sils-Baselgia.
Nach der etwa 13stündigen Fahrt erreichten wir unser Domizil, den „Silserhof“, und wurden von der Hausmutter, Frau Siegenthaler, herzlich in Empfang genommen. Es folgte auch gleich das erste 3-Gänge-Abendmenü.
Mit Spaziergängen, Ausflügen und Tagesfahren durch den „Garten des Inns“, wie das Engadin im wörtlichen Sinne heißt, bis nach Italien waren auch die Folgetage ausgefüllt.
Während unserer Unternehmungen und in den abendlichen Andachten begleitete uns Elias, ein biblischer Prophet, der in der Zeit der Könige Ahab und Ahasia im 2. Viertel des 9. Jh. v. Chr. im Nordreich Israel wirkte.
Der erste Tagesausflug führte uns am Sonntag mit 49 Kehren über den Malojapass ins Tal Bergell und hinauf in das Bergdörfchen Soglio. Nach Besichtigung der Dorfkirche fanden wir eine große Bergwiese mit weitem Blick ins Tal und genossen bei strahlendem Sonnenschein unser mittägiges Picknick.
Um das schöne Wetter und die gute Fernsicht auszunutzen, beschlossen wir kurzerhand, gleich am nächsten Tag den Hausberg von Sils und Silvaplana zu erklimmen. Mit 2 Seilbahnen ging es über Surlej (2.699 m ü.M.) auf den 3.303 m ü.M. hoch gelegenen Corvatsch. Bei Sonnenschein und Temperaturen um die 6 Grad konnten wir uns an dem atemberaubenden Panorama der Oberengadiner Berge, der Gletscher und Seen kaum satt sehen.
Drei Pferdekutschen brachten uns an einem anderen Nachmittag samt den Handrollis in das nahegelegene Fextal. Das gesamte Tal steht unter strengem Naturschutz, und nur wenigen Anwohnern ist der private Kraftfahrzeugverkehr gestattet. Touristen können Pferdekutschen bzw. im Winter Pferdeschlitten für den Güter- und Personenverkehr benutzen oder eben Rollifahrer ihren fahrbaren Untersatz. So sind einige E-Rollstuhlfahrer diese Strecke den Pferdewagen hinterhergefahren. Doch die 6 Pferdestärken mit ihren Kutschen waren schneller als wir mit unseren max. 6 km/h schnellen Rollstühlen. Im Fextal, auf dem höchstgelegenen, ganzjährig bewirtschaftetem Bauerngut Europas, angekommen, wurden wir mit eigenst für uns hausgemachten Kuchen der Gastgeber-Familie Uli Gandenbein zum Kaffeetrinken, des stürmischen Windes wegen in der Scheune, eingeladen. Nach einigen Ausführungen zum Hof und kurzer Besichtigung traten wir die Rückfahrt mit den Pferdekutschen oder per E-Rollis zum „Silserhof“ an. Trotz des kalten Wetters war es ein einmaliges Erlebnis, durch die mächtige, wunderschöne Berglandschaft zu fahren.
Von St. Moritz aus fuhren wir mit dem Bernina-Express in einer 2˝-stündigen Fahrt über die Gletscher des Berninapasses auf 2.253 m ü.M. hinunter auf 429 m ü.M ins italienische Tirano. Hier hatten wir knapp 2 Stunden Aufenthalt, die zum Shoppen in der Altstadt oder bei echt italienischer Pizza und Eis in Restaurant-Gärten genutzt wurden, bevor es mit der Bernina-Linie zurück durch die imposante Bergwelt nach St. Moritz ging.
Mit großen Schritten neigte sich unsere Freizeit hier in der Schweiz auch schon bald dem Ende. Eine letzte, aber sehr schöne Rollstuhl-Wanderung führte uns zunächst mit den Autos nach Maloja. Ab hier ging es zu Fuß bzw. per Rolli weiter entlang des Silser Sees in Richtung Isola. Unterwege hielten wir ein kurzes Picknick, bevor die ersten Wandermüden den Rückweg mit einem Boot über den See nach Maloja antraten. Der Rest der Gruppe setzte die Wanderung mit Blick auf das „Heidiland“, der Filmkulisse für den Fernsehfilm „Heidi“ in das kleine alte Dörfchen Isola mit malerischer Landschaft fort.
Und nun war der 9. September, der letzte Tag unserer Freizeit angebrochen, an dem es hieß, Abschied nehmen von einem traumhaft schönen Fleckchen Erde, welches der Herrgott uns geschaffen hat. Aber auch Abschied nehmen von einer großartigen Gemeinschaft, die wir in den vergangenen zehn Tagen waren.
An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich im Namen der Gruppe, insbesondere für den Teil der Rollifahrer, bei unseren beiden Reiseleitern, Kay Uhrig und Uli Korbel, für die Idee, Planung und Durchführung dieser Freizeit zu bedanken und uns somit ermöglicht zu haben, uns ihr winterliches Skiparadies in einem der Sommermonate zu zeigen. Ein weiteres Dankeschön gilt unseren ehrenamtlichen Helfern, die oft mit ganzem Körpereinsatz uns den Urlaub so angenehm wie möglich gestaltet haben. Nicht zuletzt Danke Euch fünf Kraftfahrern, dass Ihr die sehr weite Strecke der Hin- und Rückfahrt auf Euch genommen habt, immer ein wachsames Auge auf den Straßenverkehr hattet und uns wohlbehalten an unsere Ziele brachtet.

Andrea Hartrampf

Hie sind ein paar Bilder: